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In der Steinzeit des Computers, als Firmenrechner in klimatisierten mächtigen 100 m²-Sälen hausten, als Drucker tonnenschwere lärmende Monster waren, hing über jedem fortschrittsgeneigten Arbeitsplatz die »Meerjungfrau«; das war wohl die erste populäre Computergrafik - eine nur aus Buchstaben verschiedener Dichte kreierte Dame mit undinenhaftem Unterleib. Geistreiche Adepten der frühen Computergenerationen fertigten dann Nachfolgewerke etwa mit dem Titel »Komm-Puter«, wo ein schlachtreifer Truthahn dargestellt war. Gerne hätte ich wieder eine Meerjungfrau, vielleicht existiert noch irgendwo eine??? Bitte melden.
Ich war übrigens als junger Gymnasiast ~1951 glücklicher Zeuge der Präsentation des ersten Computers in Deutschland, am mathematischen Institut der TH (heute TU) München. Es war eine gewaltige Apparatur namens PERM (die Erdzeitalter Devon und Carbon kamen nie zu elektronischen Ehren): Die Schaltkreise bestanden aus Röhren-Kippstufen; wegen der endlichen Lebenszeit von Elektronenröhren mussten vor jedem Anwendungslauf stundenlang kaputte Röhren ausge-tauscht werden. Einzige In/Out-Komponente war ein Fernschreiber (Telex-Maschine - Sie wissen?), Programme, Befehle und Resultate standen nur in Form des 5-Bit-Telex-Codes auf Lochstreifen zur Verfügung. Als Speicher fungierte eine Magnettrommel mit einer Batterie von Magnetköpfen - für damalige Zeiten ein technisches Wunderwerk, wegen der hohen Drehzahlen und der geringen Luftspalte. Die Rechenleistung dürfte allerdings eher bescheiden gewesen sein; technische Daten sind mir nicht mehr bekannt. Wenig später entstand an der Uni Wien ein ähnliches Gebilde allerdings schon in Transistortechnik mit dem sinnigen Namen »Mailüfterl« |
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