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Rechner - Computer - PC
und dann kamen schließlich noch diese seltsamen MACs daher. Mit nur einer Maustaste, teueren Komponenten und in der Regel zu langsamen Prozessen eroberten sie das Herz vieler Kreativer, die zunächst ohne große Technikkenntnisse ihre EDV-Defloration erlebten und dann auf ewige Treue machten. Leider war ich mit meinen PCs (von MAClern abfällig DOSe genannt) selbst im glorifizierten Photoshop schon vor 10 Jahren schneller als die Apfelgemeinde.

In der Steinzeit des Computers, als Firmenrechner in klimatisierten mächtigen 100 m²-Sälen hausten, als Drucker tonnenschwere lärmende Monster waren, hing über jedem fortschrittsgeneigten Arbeitsplatz die »Meerjungfrau«; das war wohl die erste populäre Computergrafik - eine nur aus Buchstaben verschiedener Dichte kreierte Dame mit undinenhaftem Unterleib. Geistreiche Adepten der frühen Computergenerationen fertigten dann Nachfolgewerke etwa mit dem Titel »Komm-Puter«, wo ein schlachtreifer Truthahn dargestellt war.

Gerne hätte ich wieder eine Meerjungfrau, vielleicht existiert noch irgendwo eine??? Bitte melden.


Nachdem ich jahrelang mit der Kamera zwischen den bedeutendsten Großcomputern der Deutschen Wirtschaft herumgeturnt war, hatte ich Mitte der achtziger Jahre die erste Begegnung mit einem »Kleincomputer«. Das war ein APPLE 2, der in einer Werbeagentur zur Anzeigenverwaltung mit einem selbstgeschriebenen Programm namens EDVertising benutzt wurde, worüber wir ein Werbevideo produzierten. 

Schon bei dieser ersten Begegnung mit dem, was später den Namen PC oder einfach Computer bekam, lernte ich die fundamentale Weisheit, dass bei allen Abstürzen, Irritationen und Hängern immer das Abschalten der Stromversorgung hilft.

Auf diese einfache Grundregel aufbauend bin ich bis heute in der Lage (autentische Referenzen können jederzeit beigebracht werden) selbst die widerborstigsten Rechner um Laufen zu bringen - sogar MACs. Ich mach es aber nicht kommerziell, sondern nur aus Freundschaft. - Freund zu werden aber ist Verhandlungssache


Ich war übrigens als junger Gymnasiast ~1951 glücklicher Zeuge der Präsentation des ersten Computers in Deutschland, am mathematischen Institut der TH (heute TU) München.

Es war eine gewaltige Apparatur namens PERM (die Erdzeitalter Devon und Carbon kamen nie zu elektronischen Ehren): Die Schaltkreise bestanden aus Röhren-Kippstufen; wegen der endlichen Lebenszeit von Elektronenröhren mussten vor jedem Anwendungslauf stundenlang kaputte Röhren ausge-tauscht werden. Einzige In/Out-Komponente war ein Fernschreiber (Telex-Maschine - Sie wissen?), Programme, Befehle und Resultate standen nur in Form des 5-Bit-Telex-Codes auf Lochstreifen zur Verfügung. Als Speicher fungierte eine Magnettrommel mit einer Batterie von Magnetköpfen - für damalige Zeiten ein technisches Wunderwerk, wegen der hohen Drehzahlen und der geringen Luftspalte. Die Rechenleistung dürfte allerdings eher bescheiden gewesen sein; technische Daten sind mir nicht mehr bekannt.

Wenig später entstand an der Uni Wien ein ähnliches Gebilde allerdings schon in Transistortechnik mit dem sinnigen Namen »Mailüfterl«